Das Konzert ist so WHOAAAAHH, dass mich eines nur ganz perifer beschäftigt – wie bekomme ich die Kate gewidmete Ashby House-Ausgabe übergeben? In der Pause muss ich mich dem nun aber stellen. Vielleicht die Filmcrew, die sitzt da direkt neben dem mittleren Ausgang, aber Filmcrews sind jetzt nicht sooo verlässlich. Der Strike hat vorgeschlagen, an die Bühne zu gehen. Am Vorabend hat da Sohn Bertie Blumensträusse für die Mum in Empfang genommen. Aber das würde bedeuten, während des Schlussapplauses einmal quer durch den Saal zu marschieren, während ich eigentlich applaudieren sollte. Ich scanne den Saal nach vertrauenswürdigen Angestellten. Nicht die 20somethings am Merch, die sind zu busy. Jemand, der aussieht, als ob er schon beim Ziggy Stardust Konzert 73 hier tätig war. Da steht er! Abenddienst mit einem Badge, das ihn als Hammersmith-Apollo-Mitarbeiter ausweist. Um die 60, „portly“, Brillenträger.
„Excuse me, Sir? I have something to forward to Kate, can you help me?“
„See that tall bald bloke over there?“
„Where?“
„There.“ Er deutet ins menschenüberfüllte Foyer.
„Thank you, Sir!“ Und ich mach mich auf die Suche, werde aber nicht fündig. Gehe zurück.
„Sorry, Sir, I couldn´t find your colleague. See – I don´t want to bring my present to the stage and look like a fan-boy (Ha ha!). And I know, they are shooting a DVD, and I don´t really want to be on it. Do you have any idea, who-“
„Give it to me, Sir. I´ll see what I can do.“
Völlig überfordert mit einer perfekten Dankesreaktion werfe ich ihm einen Luftkuss.

Als wir nach der Paus wieder in den Saal gehen begrüßt er mich mit einem Nicken.

Und was in dem dem Buch beigelegten Brieflein steht, das wissen nur der Strike und ich. Und die Kate.

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