V.K.Ludewig wurde als Sohn eines Schmiedemeisters und einer psychiatrischen Krankenschwester in Goslar geboren. Bereits ein frühes Kindheitserlebniss – seine Geburt – erwies sich als prägend und richtungsweisend: der Gynäkologe, der ihn auf die Welt holte, trug den Namen Dr. Frankenstein*. Seine Kindheit und Jugend verlebte Ludewig in einem idyllischen Dorf im Harzvorland, in dem eine private Nervenheilanstalt noch heute der größte Arbeitsgeber ist. Zu seinen liebsten Beschäftigungen zählte die Realitätsflucht in Gestalt von Hollywood-Horror-Filmen aus den 30ern und 40ern, sowie allen Filmen, in denen Marilyn Monroe oder Bette Davis (in „All about Eve“ sogar beide!) mitspielten. Kaum, dass er sein Abiturzeugnis in der Tasche hatte, machte er sich nach Berlin auf, wo er Anglistik studierte. Während seines Studiums arbeitete er in den meisten klassischen Studentenjobs, mit Ausnahme der Gastronomie – er konnte sich Bestellungen zu schlecht merken. Nach Abschluss seines Magister-Studiums, (seine Magisterarbeit setzte sich mit den Metamorphosen Draculas von Stoker bis Coppola auseinander, ein weiteres Lieblingsthema war „Die Tote und die Tödliche Frau in der Englischen Romantik“), leitete er mehrere Jahre lang ein Indie-Label, das sich dem Liebeslied verschrieben hatte. Um das Spektrum seines Tätigkeitsfeldes zu erweitern, betreute er zeitgleich die Presse-Arbeit einer namhaften Porno-Königin und verfasste Drehbücher für peinliche TV-Formate. Um wieder ein bisschen mehr „Gothic“ in sein Leben zu bekommen, nahm er Aufträge als Ghostwriter an und hatte diverse eigene Buchveröffentlichungen und Kollaborationen als „Volker Ludewig“. Mit dem Roman „Ashby House“ begann für ihn eine neue kreative Schaffensphase, weshalb er hierfür seinen Autorennamen in „V.K.Ludewig“ änderte. Das „K“ steht für Karl. Im Genre des „New Gothic“ fühlt er sich nun endlich zu Hause angekommen. Und das mit Dr. Frankenstein/Franckenstein macht jetzt auch irgendwie Sinn.

* Nach Interview mit Herrn Jelinski von der Goslarschen Zeitung und Rücksprache mit meiner Mutter: Er hieß Dr. Franckenstein mit „c“ und war mein Kinderarzt. Hat mich nicht auf die Welt geholt, aber gut versorgt, als ich dann mal da war.

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